17. March 2021

Wie ein Großputz Ihren Erfolg beeinflussen kann

Mit dem neuen Filter-Feature "Gesamtaktivität" gründliche Listenhygiene betreiben

Wiebke Oehlschläger

Wiebke Oehlschläger

Content Manager

Eine Empfängerliste, prall gefüllt mit kaufwilligen Kontakten, die Ihnen nur zu gern das Geld hinterher werfen möchten…

Das klingt zu schön? Mit einem ordentlichen Großputz in Ihrer Kontaktliste können Sie für genau so eine Liste sorgen.

“Viel hilft viel” - das scheint der Grundsatz bei vielen Marketern zu sein. Es wird einem ja auch an allen möglichen Stellen vermittelt, dass man unbedingt viele Leads braucht. Doch das stimmt eben nur zum Teil.

Es kommt nicht auf die Länge (der Liste) an! Sondern einzig und allein auf die Qualität der Leads.

Was nützt ein riesiger Verteiler, wenn die Hälfte der Kontakte überhaupt nicht mehr relevant sind? “Totgesagte leben länger”, nach diesem Motto scheinen sich viele Unternehmer zu richten: Sie halten Leads, obwohl sie schon längst tot sind. Das ist Quatsch! 

Genauso, wie Sie sich auch in Ihrem Haushalt gelegentlich einmal zum Ausmisten durchringen, sollten Sie es auch mit Ihrer Kontaktliste halten.

Warum soll ich ausmisten? 

“Die sind doch noch gut” oder “Vielleicht passt es ja irgendwann mal wieder” sind solche Sätze, die man oft beim Ausmustern hört.

Aber so, wie alte Kleidung, aus der man schon lange herausgewachsen ist, den Schrank verstopfen, so blockieren auch “tote” Leads Ihren Erfolg.

Unsaubere Listen verursachen schlechte E-Mail-Zustellraten und dadurch einen enormen Verlust von Umsatzpotenzial. 

Schlimmer noch: Die fehlende Resonanz der Empfänger verleitet Internet Service Provider zu der Annahme, dass die versendeten E-Mails für die Masse Ihrer Empfänger uninteressant oder sogar ungewollt sind. Das wird abgestraft, indem Ihre E-Mails im Spam-Ordner landen - oder, noch schlimmer, gar nicht mehr zugestellt werden.

Befreien Sie sich von altem Ballast. Hohe Zustellungs- und Öffnungsraten sind kein Zufallsprodukt, sondern liegen in Ihrer Hand.

Aufräumen

Wann ist ein Kontakt nicht mehr relevant?

Im Grunde gibt es hier drei Optionen, warum ein Kontakt nicht mehr relevant ist:

  • Falsche Daten: Ursache können Tippfehler oder veraltete Daten sein
  • Falsche Zielgruppe: Möglicherweise haben Sie Ihr Kerngeschäft geändert und sprechen nun eine andere Zielgruppe an.
  • Keine Resonanz: Der Kontakt zeigt keinerlei Aktivität mehr, E-Mails werden über einen längeren Zeitraum nicht geöffnet. 

Um zu verhindern, dass Ihre Reputation leidet, können Sie gleich an mehreren Stellen auf eine reine Liste und damit qualitativ hochwertige Leads achten.

Wissen Sie denn überhaupt, ob und wie viele “schmutzige” Karteileichen in Ihrem System dümpeln? Mit dem neuen Kontaktfilter-Feature bekommen Sie es in Handumdrehen heraus.

Kontakte nach "Gesamtaktivität" filtern

Quentn bietet die Möglichkeit, über den Kontaktfilter herauszufinden, welche Kontakte in letzter Zeit aktiv waren - und welche nicht. Dafür gehen Sie in Ihre Kontaktübersicht und öffnen den Kontaktfilter. Wählen Sie das Feld “Gesamtaktivität” aus und definieren Sie die Bedingung.

Gesamtaktivität Bedingung

Kontaktfilter Gesamtaktivität

Als nächstes bestimmen Sie den Zeitraum, der genauer untersucht werden soll. Ihnen stehen dabei die Zeiträume von “Letzter Monat” bis “Letzte 12 Monate” zur Verfügung.

Gesamtaktivität Zeitraum

Kontaktfilter Gesamtaktivität mit Zeitraum

Klicken Sie anschließend auf “Filter anwenden” und schon werden Ihnen die inaktiven Kontakte angezeigt.

Natürlich können Sie auch noch an weiteren Schrauben drehen, um Ihr System von Beginn an sauber zu halten. 

Hygieneplan für eine saubere Liste

1. Eine saubere Kontakt-Erhebung

Lassen Sie am besten von Anfang an niemanden mit dreckigen Schuhen in Ihr Haus - umso weniger Schmutz verteilt sich.

Klarheit von Anfang an

Versetzen Sie sich in die Lage des Kunden. Warum trägt er sich ein? Will er vielleicht nur ein gratis E-Book abgreifen oder ist er wirklich an mehr interessiert? Ist ihm bewusst, dass er zukünftig kommerzielle E-Mails von Ihnen erhalten wird? 

Der Lead ist der Boss

Lassen Sie den Empfänger die Häufigkeit der Sendungen bestimmen - zumindest, wenn es Ihr Geschäftsmodell zulässt. Der Kontakt könnte dann z. B. wählen, ob er tägliche E-Mails, eine wöchentliche Zusammenfassung oder nur Specials zugesendet bekommen möchte.

Adresse wiederholen

Wiederholen Sie die Adresse gut lesbar im Bestätigungsdialog. So sieht der Kontakt gleich, ob ihm eventuell ein Tippfehler unterlaufen ist und kann sich ggf. neu eintragen.

Nur bestätigte Kontakte sind gute Kontakte

Nutzen Sie unbedingt den Double-Opt-In (DOI). Damit sind Sie in jeder Hinsicht auf der sicheren Seite: Zum Einen wissen Sie, dass der Kontakt wirklich Ihre E-Mails erhalten möchte, zum Anderen betreiben Sie so DSGVO-konformes E-Mail-Marketing. Bei Quentn ist der DOI übrigens Pflicht.

Schützen Sie sich

Heutzutage kommt es immer wieder vor, dass Spam-Bots Tausende gefälschte E-Mail-Adressen generieren, um die Kontakt-Listen zu überschwemmen. Würden Sie an zahlreiche solcher Fake-Adressen versenden, beeinträchtigt das Ihre Zustellrate. 

Um sich vor solchen Bot-Attacken zu schützen, müssen also Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden.

Bei Quentn wird die IP Adresse der Person, die sich in Ihr Kontaktformular einträgt, mit einer Datenbank von Spam-IP-Adressen abgeglichen. Ist der Kontakt “sauber”, darf er rein kommen. 

Stellen Sie es sich folgendermaßen vor: Sie möchten in einen Club. Am Eingang müssen Sie Ihren Fingerabdruck einscannen. Dieser wird dann durch die Datenbank gejagt. Ist alles in Ordnung, dürfen Sie eintreten. Sind Sie ein gesuchter Verbrecher, weist der Türsteher Sie ab. 

Wenn Sie Quentn (noch) nicht nutzen, müssen Sie andere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, z. B. durch ein Captcha im Registrierungsformular.

Räumen Sie auf

Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Liste. Haben Leads den DOI nicht vollzogen - auch nicht nach einem erneuten Hinweis - dann entfernen Sie diese Kontakte wieder. 

2. Kontaktdatenpflege

Kontakte ihre Daten überprüfen lassen

Sind die Abonnenten nun in Ihrem Verteiler gelandet, geben Sie ihnen - sofern möglich - die Option, ihre Kontaktdaten selbst zu aktualisieren. Sie können die User auch in regelmäßigen Abständen, z. B. einmal im Jahr, zur Überprüfung ihrer Daten auffordern. 

E-Mail-Adressen auf Bounces überprüfen 

Es gibt Soft- und Hard Bounces. 

Ein Softbounce kann z. B. ein volles Empfänger-Postfach zur Ursache haben, oder der E-Mail-Provider war zum Versandzeitpunkt nicht erreichbar war.

Ein Hard-Bounce entsteht bei dauerhaft nicht erreichbaren Seiten, wenn zum Beispiel:

  • die Mailadresse falsch ist - entweder, weil ein Tippfehler in der E-Mail-Adresse ist, oder weil der Empfänger diese E-Mail Adresse gelöscht hat.
  • etwas mit der Domain nicht stimmt (das, was hinter dem @ steht) - auch hier kann ein Tippfehler die Ursache sein.
  • die Mail aufgrund von Spam-Verdacht abgelehnt wird.
  • die Absender-Domain wegen einer schlechten Reputation abgelehnt wird.

Je nach E-Mail-Marketing-Anbieter wird auf die Bounces unterschiedlich reagiert. 

Bei Quentn wird bei einem Softbounce der Kontakt temporär gesperrt. Kann die E-Mail zum ersten Mal nicht zugestellt werden, schaltet Quentn die E-Mail-Adresse nach 72 Stunden wieder frei. Aber Achtung: Die Zeitspanne erweitert sich mit jeder weiteren Blockierung (bis zu 75 Tagen)! Nach fünf temporären Sperrungen wird die E-Mail-Adresse endgültig gesperrt.

Bei einem Hard Bounce wird der Kontakt gleich dauerhaft gesperrt und nicht wieder angeschrieben.

Unsere Empfehlung: Entfernen Sie die Hard Bounces gleich aus Ihrer Liste.

Fokus auf aktive Kontakte legen

Schreiben Sie mindestens im Laufe von sechs Monaten alle Kontakte einmal an und beobachten Sie die Öffnungen. Empfänger, die in den letzten 12 Monaten nicht im Newsletter aktiv waren, sollten von den regelmäßigen Versendungen ausgeschlossen werden. 

3. Simpler Abmeldeprozess

Ermöglichen Sie Ihren Lesern ein einfaches Abmelden mit einem Klick aus jeder E-Mail. Bei Quentn ist dieser Abmeldelink automatisch in jeder E-Mail integriert. Abgemeldete Kontakte werden bei Quentn auch automatisch nicht mehr angeschrieben. Sollten Sie ein anderes Tool benutzen, entfernen Sie ggf. die Abmelder aus Ihrer Liste, um diese Kontakte nicht versehentlich doch anzuschreiben.

Letzte Chance für alle Inaktiven

Bevor Sie zum finalen Schlag ausholen und rigorös alle inaktiven Kontakte löschen, empfehle ich Ihnen, einen letzten Versuch zu wagen. Bauen Sie einen Reaktivierungs-Funnel und versuchen Sie, Ihre Inhalte so aufzubereiten, dass sich die (Nicht-)Leser so angesprochen fühlen, dass sie doch mal reinschauen. Wie machen Sie das am besten?

  • Schreiben Sie einen fesselnden Betreff.
  • Bieten Sie den Kontakten einen besonderen Bonus / ein einmaliges Angebot an.
  • Geben Sie die Möglichkeit für ein Feedback: Erbitten Sie direkte Kontaktaufnahme oder erstellen Sie eine Umfrage.

Belästigen Sie den Kontakt auf keinen Fall mit langweiligem, uninteressanten Blabla!

So könnte ein solcher Funnel aussehen:

Schicken Sie die inaktiven Kontakte manuell in eine Sequenz.

Kontakte in Sequenz

Diese enthält mindestens eine E-Mail (2-3 sind besser, im Abstand von 24 Stunden) und endet mit einem Timer. Den letzten Timer stellen Sie am besten auf mehrere Tage - Sie wollen ja den Lesern die Chance geben, zu reagieren.

Sequenz

Lassen Sie den Funnel eine Zeit lang laufen. Nach einer Woche filtern Sie Ihre Kontakte erneut nach der Gesamtaktivität. Wer immer noch nicht geklickt hat, fliegt nun endgültig raus.

Im Video: Alexander Sinnreich erläutert sein Vorgehen

(Mehr von Alexander findet ihr in seinem YouTube-Channel)

Fazit: Scheiden tut weh - aber gut

“Wer reinigt entfernt nichts, sondern verteilt nur anders”

sagte einmal Prof. Dr. Ing. Marc Kraft.

In diesem Sinne: Fokussieren Sie sich auf die erfolgversprechenden Kontakte!

Halten Sie Ihre Liste sauber und legen Sie damit den Grundstein für eine hohe Zustellrate und für Ihr erfolgreiches Business.

Denn 3.000 engagierte Empfänger sind am Ende wertvoller als 12.000, die auf Ihr E-Mail-Marketing nicht reagieren oder gar auf den Spam-Knopf drücken.